
Veni, vidi, vici .... ich kam, sah und siegte - oder wie anders könnte man den Sieg von Sonja beim IM Südafrika besser charakterisieren. Aufgrund ihres wegen Vulkanasche ausgefallenen Fluges kam Sonja erst am Freitag spätnachmittags in P.E. an. das Interview zum Rennen: Hallo Sonja, herzlichen Glückwunsch zu deinem 2. Ironman Titel! Danke für die Glückwünsche. Aufgrund der Vulkanasche wurde dein Flug verschoben und du bist weniger als 40 Stunden vor dem Rennen hier in P.E. angekommen. Hast du dir nach der 20 stündigen Anreise keine Sorgen um deine Form gemacht? Klar, wäre ich lieber ein paar Tage früher angekommen und hätte mich in Ruhe vorbereitet anstatt eine "Light Version" im Schnelldurchlauf durchzuziehen. Aber ich konnte im Flugzeug einige Stunden schlafen und das Problem mit der Zeitverschiebung hat man in Südafrika ja auch nicht. Vielleicht wäre ich etwas schneller gewesen, vielleicht hätte ich auch mehr Zeit gehabt um zu grübeln und wäre dadurch nervöser geworden. Zum Rennen - das Meer war dieses Jahr sehr rau. Es gab einige Altersklassenathleten die ihr Rennen bereits am Start abbrechen mussten, weil sie nicht in der Lage waren die Brandung zu überwinden. Wie ging es Dir beim Schwimmen? Das Meer war für mich und, wie sich in der Pressekonferenz nach dem Rennen herausstellte, auch für andere Athleten furchteinflößend. Nach dem kurzen Landstück vor der 2. Runde wäre ich am Liebsten nicht mehr zurück in die tosende Brandung. Das Radfahren.. .. lief gut. Ich habe Bella, eine meiner vermeintlich härtesten Konkurrentinnen, bereits in der ersten Runde überholt. Kurz vor Schluss habe ich dann noch Tine Decker hinter mir gelassen, die auf Hawaii eine der besten Radzeiten gefahren ist und dadurch damals einen Platz vor mir war. Durch das intensivere Training hat sich meine Radzeit weiter verbessert. Das Laufen... ... lief fast perfekt gut und ich bin sehr glücklich wieder zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Meine Beine sind geflogen, zumindest die ersten 30 km, die letzten 12 km waren dann sehr hart und ich musste mich ins Ziel kämpfen. Wir haben meine Trainingsstrategie aber erst im Januar geändert und ich laufe jetzt fast 50 Prozent mehr als zuvor. Das lässt mich für die nächsten Rennen auf eine weitere Leistungssteigerung hoffen, zufrieden bin ich aber schon jetzt sehr. Du hast einen neuen Laufstreckenrekord aufgestellt und den Gesamtstreckenrekord nur um knappe 20 Sekunden verpasst. Wie wichtig ist dir das? Es ist mir nicht wirklich wichtig. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass Natascha Badman und andere Topläuferinnen hier schon teilgenommen haben macht mich der Laufstreckenrekord schon stolz. Ein abschließendes Fazit zum Rennen insgesamt? Ich bin sehr gerne beim IM Südafrika, die Verantwortlichen, die Organisatoren, die Freiwilligen - jeder ist sehr freundlich dort und es ist ein tolles Rennen das ich wirklich empfehlen kann. Außerdem hatten wir wie letztes Jahr wieder tolles Wetter. Die Quali für die Ironman Weltmeisterschaft 2010 auf Hawaii... ... habe ich natürlich angenommen. Da ich jetzt Vollprofi bin war das praktisch Pflicht für mich und erlaubt mir dieses Jahr eine frühzeitige Planung. Nach wie vor ist mein Ziel auf Kona in die Top 10 zu kommen. Der IM Südafrika war dein Saisonauftakt - wie geht es jetzt weiter? Die nächsten 2 Wochen werde ich regenerieren, dann freue ich mich schon auf den 1. Citytriathlon in Heilbronn am 13. Juni. Das Rennen findet Mitten in der Stadt statt und es nehmen viele namhafte Athleten teil.
Es wird sicherlich ein tolles Rennen. Alles Gute für die weitere Saison 2010 und wir freuen uns schon auf das nächste Rennen! |