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Mythos Großglockner

Jetzt ist mir klar, was das bedeutet. Jetzt weiß ich, das Wort „Mythos“ einzustufen. Was ich in den letzten zwei Tagen über Bergradeln und Berglaufen gelernt und erlebt habe, ist atemberaubend.

Die Kulisse, das Event, die Kombination aus Rad und Lauf. Für mich war ersteres etwas einfacher zu bewerkstelligen. Als Triathlet bist Du doch ab und an mit dem Rennrad unterwegs, fährst schon auch mal einen Berg hoch. Gut, Vollgas eher selten. Und das Vollgas am Samstag war ziemlich „voll“ für mich. Ich hab alles gegeben, wurde mit dem Tagessieg belohnt, war überwältigt und mehr als überrascht und ziemlich kaputt.


Erst war ich mir nicht sicher, was ich davon halten soll, als ich vom Veranstalter aufgefordert wurde, in der Hero Wertung unter den 100 Besten den Berglauf am nächsten Tag zu starten. Jetzt kann ich mich nur herzlich dafür bedanken, es war das Beste überhaupt weil:

Ich ausschlafen konnte (das bin ich gar nicht gewohnt, bei Triathlons ist der Start immer so furchtbar früh), ich noch Zeit hatte auf die Messe zu gehen und mich doch tatsächlich noch für den Lauf am selben Tag ausgestattet habe. Ich weiß, das ist eigentlich höchst unprofessionell und ehrlich gesagt rate ich auch jedem davon ab, aber in dem Fall war es die beste Entscheidung. Ich bin mit einer neuen Trail-Laufhose gelaufen und mit neuen Schuhen (Viking). Ganz lieben Dank an die beiden lieben Berater von Viking, die Schuhe waren der Hit und unabdingbar.


Der Lauf war jenseits allem, was ich mir in meinen kühnsten Träumen vorgestellt habe. Ich weiß nicht, wie es die vordersten Läufer handhaben, aber ich hatte schon recht viele wander-Passagen dabei. Tatsächlich hab ich aber den Sieg in der Duathlon-Wertung bergab vergeben. Für diese Trails hatte ich einfach nicht die entsprechende Trittsicherheit. Und ich hätte auch gar nicht gedacht, dass es bei einem Berglauf so viel runter geht. Jetzt weiß ich es besser. Und ich werde nun üben. Das Hochlaufen und das Runterlaufen über Stock und Stein, Fels, Geröll, Wurzeln und was es sonst noch alles gab.


Ich bin total stolz, dass ich es geschafft habe. Ohne Sturz, ohne Krämpfe, ohne Pause. Und ich finde, dass sich ein 12. Gesamtrang für eine Triathletin der Langstrecke schon sehen lassen kann, bei einem Berglauf Weltcup Rennen. Zweite wurde ich in der Altersklasse und schlussendlich auch zweite in der Duathlon-Wertung. Meine Hochachtung vor Barbara Bischof, die nach ca 8 Kilometern bergab sowas von an mir vorbei geprescht ist und mir dann noch 3 Minuten abnehmen konnte!


Auf jeden Fall hat mich der Ehrgeiz gepackt. Jetzt wo ich weiß, was auf mich zukommt, würde ich vielleicht im nächsten Jahr noch einen Anlauf auf die Duathlon-Krone wagen.


Harte Fakten:


Start Heiligenblut am Großglockner

Bike Challenge: 17,5 km, 1200 Höhenmeter, 1:11:56 Std. – Laut meiner Garmin Uhr

Berglauf: 13 km, 1268 Höhenmeter, 1:43:06 Std – 7:57 Min/km – laut meiner Garmin Uhr





© 2018 Sonja Tajsich

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